Käte das Auto

Frisch entdeckt unter einer Hamburger Brücke und doch voll im Leben stehend: ein PKW mit einem handgemalten, mit Tesafilm in der Heckscheibe befestigten Namensschild. Käte. Das wirft Fragen auf: Wer oder was ist Käte – die Fahrzeughalterin? Ihr Kind? Ihre Lieblingsband? Oder gar der Name des Autos (auch so etwas soll es geben)? Offenbar ein echter Insider. Wo ist überhaupt das h von Käthe – so die gebräuchlichste Schreibweise dieses Katharina-Kürzels – abgeblieben?


Käte an einem VW Golf (Foto: Annemarie Lüning)

Von einem Babymädchen namens Käthe habe ich erst kürzlich gelesen. Ich bin mal gespannt, ob da noch was geht in den Hitlisten, für mein Empfinden sind Namen mit Umlaut ja gleich etwas sperriger als solche ohne. Greta und Martha, die klanglich und von der Anmutung her wohl als Schwestern von Käthe durchgehen können, sind jedenfalls wieder voll da (2013 Platz 33 bzw. 75 – Käthe landete auf Rang 423, immerhin). Ich muss an den Austausch zum gleichfalls ungewöhnlich geschriebenen Namen Cäthe an eben dieser Stelle denken. In diesem Namen steckt wirklich Musik, wie es scheint. Ich habe ihn mittlerweile nämlich auch auf einem Festivalplakat gesehen: Eine deutsche Songschreiberin und Sängerin (bürgerlicher Vorname: Catharina) nennt sich so.

6 Gedanken zu „Käte das Auto“

  1. Ich mag den Namen Katharina, weil er schön klingt. Ich kannte mal eine Catharina deren Vater aus Indonesien stammte und ihre Mutter aus der Niederlande, weshalb ihr Name mit C statt K geschrieben wurde. Ihr Spitzname war Catha oder Catta. Mit Katharinas und Katjas verstehe ich mich allgemein recht gut, während dies bei Melanies und Michaelas weniger der Fall ist.

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  2. Also ich wurde als Kind immer wieder mal von Bekannten meiner deutschen Großmutter Käthe genannt und fand das furchtbar, weil ich mit dem Namen irgendwie immer eine alte Bäuerin assoziiert habe.
    Mittlerweile finde ich den Namen okay, aber ich bevorzuge dann doch als Kürzel von Katerina Kati oder in Russland Katia. Klingt jünger, moderner und ist viel passender.

    Ich musste aber letztens im Supermarkt schmunzeln:
    Eine Mutter (kam mir ein wenig überfordert vor) versuchte ihre durch den Markt tobende Kinder einzufangen und rief dabei immer wieder, wie eine die ein Hühnchen einfangen will („puut puut put“) Käthe, Käthe , Rolf, Rolf nun kommt endlich, die Mutti will zur Kasse und zahlen…Käthe Käthe…

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  3. „…Oder gar der Name des Autos (auch so etwas soll es geben)?“

    Halte ich persönlich für am wahrscheinlichsten.
    Auch wenn ein silberner Golf jetzt nicht gerade ein Modell ist, das nach einem individuellen Namen schreit (da sind Käfer, Enten und VW-Bullis typischere Kandidaten), ist es durchaus möglich, dass er/sie gerade wegen seiner/ihrer Spießigkeit auch einen ebenso spießigen Spitznamen bekommen hat, den der Besitzer nun stolz mit sich rumfährt.

    In meiner Familie ist es übrigens üblich, Autos Namen zu geben. Es ging los, als meine Mutter sich eine „Ente“ kaufte, und wurde von meiner Schwester und mir fortgeführt, als wir dann eigene Autos hatten – völlig unabhängig von Modell und Baujahr.
    Und mein bester Freund hat seinen bisherigen VWs (Polo, Golf, Eos) auch immer Namen gegeben, auch wenn sie so gesehen nichts Besonderes waren.
    Das wäre vielleicht tatsächlich mal ein Thema für einen Beitrag…

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    • Die Enten:
      – „Daisy“ (Ja, einfallslos, ich weiß…)
      – „Resi“ (später umbenannt in „Tussy“, weil sie ständig kaputt war)
      – „Jean-Luc“ (war hellblau, und zu der Zeit lief gerade Star Trek the Next Generation im Fernsehen)

      Meine Autos:
      – „Skywalker“ (VW Derby)
      – „R5-D4“ (Roboter aus Star Wars, das Auto war ein R5)
      – „Sasette“ (Twingo in schlumpfblau, daher nach einem Schlumpfling benannt)

      Autos meiner Schwester:
      – „Duffy“ (Seat Marbella in schwarz-lila)
      – „Truhe“ (Seat Marbella in rot, später umgetauft in „Marabella“)
      – „Mephisto“ (schwarzer Skoda Felicia)

      Autos meines besten Freundes:
      – „Dark Princess“
      – „Serenity“
      – „Selene“

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