Luke, Leia und Anakin

Obi-Wan und Chewbacca konnten sich als Vornamen noch nicht durchsetzen, dafür sind Luke, Leia und mittlerweile auch Anakin in Deutschlands Geburtsanzeigen keine Exoten mehr. Mindestens in einer Familie heißen sogar drei Geschwister Luke, Leia und Anakin. Kein Frage, mindestens ein Elternteil in der Familie ist Star Wars-Fan, denn aus dieser Filmreihe stammen diese Vornamen.

Auch der Cartoonist André Sedlaczek muss Star Wars-Fan sein, wie hätte er sonst sein neuestes Buch DAS WARS noch lange nicht – Sternenkrieger privat zeichnen können? Die Namen seiner Kinder hat er aber nicht aus dem Film, wie er im Interview verriet.

Das Wars Buchcover

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenanalytiker und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

9 Kommentare zu "Luke, Leia und Anakin"

  1. Ayame sagt:

    Hmm, ich liebe Star Wars (die alten Filme), aber ich käme niemals auf die Idee, meine Kinder nach Filmhelden zu benennen….

  2. Natalie sagt:

    Ich finde, mit Namen aus Filmen / Büchern ist es immer so eine Sache. Ein Name, der wirklich schon total offensichtlich irgendwo abgeleitet ist, finde ich meistens für den „Alltagsgebrauch“ einfach zu exotisch. Namen, die man jedoch vielleicht nicht sofort mit der Film- / Romanfigur verbindet und die vielleicht noch aus einer anderen Quelle stammen könnten, finde ich hingegen eigentlich annehmbar.

  3. L. sagt:

    In unserer örtlichen Babygalerie gibt es Zwillinge, die Luke und Lea heißen. Lea ist halt etwas anders geschrieben, ich würde meinen Kindern aber nie so etwas antun.

  4. Moni sagt:

    Wer es Star-Wars-ispiriert, aber weniger augenfällig mag:
    Ben, Owen, Kyle und Mara sind ebenfalls Namen aus den Filmen, bzw. Romanen. 😉

    Der Großteil der Namen ist aber tatsächlich sehr exotisch (speziell seit dem Roman-Neustart in den 90ern) oder zumindest offensichtlich. Daher vielleicht doch besser als Zweitnamen geeignet…

    Ich persönlich finde Zwillinge, die Luke und Le(i)a heißen, allerdings cool. Da lacht mein Fanherz!

  5. Moni sagt:

    So, neuer Film, neue Namen:

    Einer der schon erwähnten Namen ist ja jetzt in die erste Reihe vorgerückt. (wenn ja auch eher mit negativer Assoziation)
    Zusätzlich ist mit Finn ein weiterer Modename dazugekommen. In nächster Zeit wird man sich also bei einer Menge Jungs fragen dürfen, ob sie wohl kleine Sternenkrieger sind…

    Dagegen dürfte es für die anderen neuen Charaktere namensmäßig eher schwierig werden, in Deutschland Fuß zu fassen.
    Rey klingt für ein Mädchen doch etwas zu männlich, und Poe … na ja, reden wir lieber nicht drüber. 😛
    Eine interessante Alternative wäre noch, seine Tochter Bibi zu nennen (nach BB-8), dann kann sie auch immer noch Hexe werden, wenn es mit der Jediausbildung nichts wird.

    • Knud sagt:

      Danke für die Einschätzung, so ähnlich sehe ich das auch. Ich will mir den Film erstmal ansehen, danach schreibe ich einen kleinen Beitrag über die neuen Namen!

  6. Moni sagt:

    Und wieder ein neuer Film mit neuen Namen! 🙂

    Gehen wir die „Rogues“ doch mal durch:

    Jyn: Wie schon letztes Jahr bei Rey für ein Mädchen eigentlich zu hart. Erinnert spontan an Jen(nifer), es schwingt aber halt auch „Djinn“ mit.

    Cassian: Ich vermute, den lesen wir demnächst öfter. Funktioniert auf deutsch und englisch gleichermaßen und wirkt edel.

    Bodhi: In den USA schon seit Jahren in diversen Schreibweisen geläufig (siehe Patrick Swayzes Charakter in „Gefährliche Brandung“ oder Skifahrer Bode Miller). Da man ihn auch hierzulande gut aussprechen kann, hat auch er Potenzial auf dem deutschen Namenmarkt.

    Chirrut: Ein Name, den man spontan vielleicht im nahen Osten vermuten würde.

    Baze: Cooler Charakter, aber der Name birgt natürlich eine große Falschschreib- und Falschaussprechgefahr.

    K-2SO: Wer will, kann sein Kind gerne Kay nennen, die deutsche Version „Ka Zwo“ wird sich aber wohl eher nicht durchsetzen. 😛

    Galen: Für die USA völlig okay, warten wir mal ab, ob er sich hierzulande durchsetzt. Auf jeden Fall nicht schlecht.

    Lyra: Wird „Lira“ ausgesprochen. Gut, dass sie in Italien jetzt auch mit Euro zahlen… 😛 Generell hübsch und machbar.

    Orson: Siehe Orson Welles und Orson Scott Card. Kein sehr verbreiteter Name, aber auch nichts extra Gebasteltes. Aber ist halt der Bösewicht, da muss jeder selbst wissen, ob er sein Kind nach dem benennen will.

    Saw: Steht hier nur der Vollständigkeit halber. Ich denke mal, dass kein Standesbeamter eine Säge auf die Menschheit loslassen wird. (Und hoffentlich die Eltern auch nicht.)

    • Maria Th. sagt:

      Baze geht schon mal gar nicht, erinnert zumindest hier im Süden an Bazi, also einen Schlawiner, Gauner. Und an Bazille muss man auch denken.

      Galen – englisch ausgesprochen? – geiiil 🙁
      deutsch ausgesprochen? Entweder griechischer Arzt der Antike oder ein Graf von Galen? Lasst mal stecken, den Namen.

    • Jan sagt:

      Galen. Das ist kurios:

      1. Eben entweder entweder der mittelalterliche arabische Mediziner.

      2. Oder der „Löwe von Münster“ – Clemens August von Galen. Der fand das nicht so schlimm, daß man den Juden ihre Häuser klaut, wohl aber, daß man die Schwachsinnigen der liebwaltenden Betreuung der katholischen Kirche entzieht.

      3. Und noch einer dazwischen: Christoph Bernhard von Galen, Fürstbischof von Münster, eine der interessantesten Gestalten des deutschen Frühabsolutismus. Der „Bomben-Bernd“ oder „Kanonen-Bernd“, der als Fürstbischof die Stadt Münster, die ihm widerspenstig gekommen war, mit selbstentworfenen Steilfeuer-Geschützen beschießen läßt.

      Münster ist kurios. Überall Fahrräder, verpickelte Studentengesichter und viel Geschichte.

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