Aus der Leserpost: Johann Ludwig & Friedrich Theodor

Ein beliebte-Vornamen.de-Leser hat mir geschrieben und möchte gern seine Gedanken zur Namensfindung teilen:

Bald wird unser Kleiner geboren, sein Name soll Johann Ludwig „Maria“ sein. Der Rufname wird also „Johann Ludwig“ sein (wir achten auf die korrekte Aussprache mit langem u und g am Ende), während Maria lediglich auf den offiziellen Dokumenten vermerkt wird.

Für unseren großen Sohn konnten wir eine Namensergänzung erreichen. Fortan wird er in offiziellen Dokumenten Friedrich Theodor „Alexander“ heißen. Dies haben wir gemacht, um eine gleiche „Struktur“ für beide zu erreichen. Der Zusatz Alexander ist neu und mit den anderen Namen gleichgestellt, er kann sich also auch „Friedrich Alexander“ oder nur „Alex“ nennen.

Thema: Namensgebung

19 Kommentare zu "Aus der Leserpost: Johann Ludwig & Friedrich Theodor"

  1. Jia sagt:

    Find ich eher albern, später noch nen Namen hinzuzufügen, wenn ichs ehrlich sagen darf.

    Und ob beide ihr Leben lang Johann Ludwig und Friedrich Theodor gerufen werden, wage ich auch zu bezweifeln…

    Vor allem hätte man doch, wenn beide Namen „Rufname“ sein sollen, direkt einen Bindestrich schreiben können?
    Finde ich nicht gut, aber es können ja „offiziell“ keine zwei einzelnen Namen ein Rufname sein…

    Letztendlich glaub ich, dass die Junges, sobald sie alt genug sind, sich eh nennen lassen, wie sie lustig sind und ob nun bei einem der Alexander hinzugefügt wurde oder nicht, wird ihm später sicherlich auch piepegal sein.

    Insgesamt finde ich die Namen sehr hochgestochen und sie klingen in meinen Ohren ein bisschen möchtegern-adlig.
    Wird denn auch noch ein „von“ zum Nachnamen ergänzt, wenn man den Alexander-Zusatz schon durchbekommen hat?
    Sofern dies nicht eh vorhanden ist und man vielleicht sogar bewusst den Kindern diese Namen so vergeben hat?

    Ich hoffe, man verzeiht mir die letzte spitze Bemerkung, ich konnts mir nicht verkneifen, meine es nicht böse der Familie gegenüber, die ich natürlich nicht kenne und wollte lediglich meinen Eindruck zu diesem Beitrag wiedergeben.

    • Jia sagt:

      Interessanter hätte ich allgemein gefunden, warum man sich für die Namen entschieden hat, warum gerade die ausgewählten Namen gerufen werden sollen usw.
      Ansonsten finde ich den Beitrag nämlich ziemlich sinnfrei, weil er in meinen Augen nichts aussagt.
      Wenn Frau Schulze von nebenan ihr Kind Lisa nennt, wird das ja auch nicht hier gepostet.
      Warum wurde gerade diese Lesermail gepostet?
      Wurde ausdrücklich darum gebeten, dass die Mail veröffentlich wird?
      Und wenn ja: Warum das Ganze?
      Der Sinn erschließt sich mir tatsächlich nicht und mich würden in jedem Fall Hintergrundinfos interessieren.

    • Knud Bielefeld sagt:

      Die Lisa von Frau Schulze nebenan hatten wir hier auch schon im Blog, in den Babynamen der Woche. Diese Rubrik finde ich auch nicht unbedingt sinnvoll, mir macht es aber Spaß, die Babynamen der Woche zusammenzustellen und vielen anderen macht es Spaß, diese zu lesen. Gleiches gilt z. B. für die Promibabys. Ich finde nicht, dass hier nur sinnvolles veröffentlicht werden sollte.

      Warum gerade diese Lesermail gepostet wurde? Tatsächlich ist es das erste Mal, das der Absender das gewünscht hat!

    • Jia sagt:

      So meinte ich das gar nicht. Es muss nicht alles sinnvoll sein. Mir kommt es nur sehr belanglos vor und mich hätten, wenn der Absender es schon wünscht, nähere Infos einfach interessiert. Die Namen der Woche sind ja nicht selbst ausgesucht von den Eltern…

  2. Saphira sagt:

    Scheint ein Leser aus Bayern, vermutlich vom reichen Starnberger See zu sein. Die Namen sind zwar nirgends in Mode, aber in Bayern gibt es ja noch recht häufig traditionelle Namen. Mein Geschmack treffen die Namen absolut nicht. Sie klingen zu abgehoben, aber das ist ja auch typisch bayrisch. (Merkt man, dass ich diese Mentalität nicht mag?) Ich hoffe, die Jungs können sich schnell aus der Zwangsjacke „Wir rufen immer beide Namen“ befreien und dann als Johann und Theo rumlaufen.

    Lustig ist allerdings, dass ich heut vormittag daran gedacht habe, dass genau so eine Kategorie (also Namensvorschläge bzt. -gedanken von Lesern) hierher passen könnte.

    • Jia sagt:

      So eine Kategorie fänd ich wirklich schön!
      Wenn sie dann auch entsprechend ausgebaut ist, warum man sich z.B. für einen Namen entschieden hat, welche Probleme es bei der Namensfindung gab, wie schnell man sich einig wurde und und… nur dieses dahingestellte „Ich nenne mein Kind so“, ohne ein „weil…“ o.ä. dahinter, eben wie dieser Beitrag, interessiert mich persönlich leider gar nicht.

  3. neuhier sagt:

    Unverständlich, wozu man nachträglich noch einen dritten Vornamen eintragen lassen muss, wenn die anderen beiden doch mehr als geläufig sind… Es wundert mich, dass das so genehmigt wurde, zumal drei Vornamen ja eher verkomplizieren. Für die gleiche „Struktur“ hätte es ja auch gereicht, dem neuen Erdenbürger nur zwei Vornamen zu geben.

  4. constanze sagt:

    Schade nur, dass die korrekte Aussprache von -ig am Wortende im Deutschen „-ich“ ist, es müsste also „Ludwich“ gesprochen werden (genau wie „Honich“, „Könich“ usw.).

    http://www.gfds.de/sprachberatung/fragen-und-antworten/uebersichtsseite/aussprache-von-ig/

  5. Wenke sagt:

    Die Namen sind nirgedwo in Mode??? Oh doch!! Johann, Ludwig, Theodor, Friedrich sind brandaktuelle Kindernamen. Schon seit mehreren Jahren.
    Nichts besonderes mehr und auch nicht hochgestochen (höchstens vielleicht die Anzahl).
    Gewundert hat mich auch, die „korrekte“ Aussprache von Ludwig. Denn siehe oben, ist die korrekte Aussprache Ludwich.
    Lieber Vater vom kleinen Ludwig, die Namen Ihrer Söhne sind sehr sehr schön. Ludwig wird allerdings tatsächlich „Ludwich“ gesprochen.
    Maria als Vorname für einen Jungen gefällt mir auch gut. Eine schöne Tradition.

    Wenke

    • Saphira sagt:

      Seltsam…mir ist in der Kita noch kein einziger von diesen Namen über den Weg gelaufen. Scheint also doch was regionales zu sein.

    • Knud Bielefeld sagt:

      Um solche Schlüsse zu ziehen, müssten schon mehrere tausend Kinder in die Kita gehen. Es ist sonst sehr unwahrscheinlich, dass man alle Modenamen in einer Kita antrifft.

    • neuhier sagt:

      @ Wenke

      Wonach definierst Du denn brandaktuell? Ich habe letztens den zweiten jungen Otto kennengelernt, würde diesen Namen aber dennoch nicht als brandaktuell bezeichnen. Ich hatte bis dato immer nur Ottos kennengelernt, die mein Opa oder Uropa sein könnten, daher nehme ich ihn nicht als zeitlos, sondern altbacken wahr. Da braucht es noch einige kleine Ottos, die mein Empfinden da umstimmen. Bei Ludwig und Wilhelm geht es mir ähnlich. Friedrich empfinde ich als zeitlos, aber nicht brandaktuell – da läuft mir ab und an mal einer jeglichen Alters über den Weg, wie z.B. auch bei Georg oder Richard. Bei Johann gebe ich dir recht – nichts besonderes, oder doch: besonders schön.

    • Jia sagt:

      Ja, solche Namen kommen wieder, jedoch gleich in so einer Kombi? Ich empfinde das als hochgestochen! Und so beliebt, wie du es hier meinst, sind sie nicht, zumindest nicht überall… vielleicht in deiner Gegend… ich würde, wie schon gesagt, nur behaupten wollen , sie wären „wieder im Kommen“.

    • Wenke sagt:

      Es stimmt nun mal nicht, dass die Namen „nirgendwo in Mode“ sind.
      Und ich habe schon oft die regionalen Unterschiede angeführt.
      Im norddeutschen Raum sind diese „alten Namen“ nicht „im Kommen“, sondern seit 10 Jahren wieder da.
      Wilhelm und Ludwig sind nichts Besonderes mehr. Jetzt kommt gerade Heinrich etwas mehr. Dein Beispiel Otto ist nicht so häufig (zu sehr der Komiker?)
      Mir ist klar, dass dies nicht deutschlandweit so ist. Wir haben Verwandte in Ba-Wü und die haben den Siegeszug der „alten Namen“ nicht beobachtet. Dort werden Kinder Leonie genannt.
      Bei unserem Freundeskreis in Berlin/Meck/Pomm usw. eher Wilhelmine (denn Frieda ist schon zu gewöhnlich – wer hätte DAS vor ein paar Jahren noch gedacht).

  6. Maya sagt:

    „Ludwich“ oder „Ludwik“ klingt für mich beides normal. Persönlich gefällt mir letzteres klanglich besser, aber ist im Endeffekt austauschbar. Wie ein „g“ klingt es allerdings nie.

  7. Thomas Marcus sagt:

    Zitat des Vaters:
    „Für unseren großen Sohn konnten wir eine Namensergänzung erreichen…“

    Dies wegen derselben „Struktur“. Das ist vielleicht der interessanteste Teil seiner Nachricht. Denn bisher war ich der Meinung, dass dies quasi fast unmöglich ist bzw. nur in besonderen Ausnahmefällen erreicht werden kann (z.B. Christliche Taufe unter der Voraussetzung, dass das Kind bisher noch nicht umfänglich am Rechtsverkehr teilgenommen hat).
    Der ältere Sohn erhält einen dritten Vornamen, weil ein später geborener Sohn deren drei erhält ?
    War hier eventl. ein „weicher“ Standesbeamter zugange….
    Während meine älteste Tochter nur einen Vornamen hat, sind es bei Martin Julius und Louisa Victoria eben zwei.
    Was mir da mein zuständiges Standesamt wohl erzählt..:-)))

    • neuhier sagt:

      Sowas unstrukturiertes aber auch – dass sich da das Standesamt nicht bei der Eintragung der anderen beiden beschwert hat ;-). Übrigens, Louisa Victoria ist in meinen Augen eine sehr tolle Kombi – daher finde ich es schon etwas schade, dass Eure älteste Tochter nur einen bekommen hat. Aber ein schöner reicht ja im Normalfall auch aus.

    • Thomas Marcus sagt:

      Tja…wie bekomme ich jetzt einen zweiten Vornamen hin ? Mit Verweis auf die Praxis dieses Standesamtes, das wir nicht kennen ? Schwierig. Zumindest hat die älteste Tochter mit sieben Jahren noch nicht so richtig aktiv am Rechtsverkehr teilgenommen. Nicht mit dem Auto (Linksverkehr gibt es wo anders) und auch sonst nicht.

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