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Von 22. März 2012 Weiterlesen →

Endlich bewiesen: Der Trend zum Zweitnamen

Aufgefallen ist er schon vielen, der Trend zum Zweitnamen. Angeblich bekommen immer mehr Kinder zwei oder noch mehr Vornamen, doch fundierte Belege für diese Vermutung gab es bisher nicht. Auch meine Vornamen-Datenbank kann leider nicht entsprechend auswerten; die Datengrundlage reicht dafür nicht aus.

Zumindest für Stuttgart wurde der Trend zum zweiten Vornamen jetzt bestätigt:

Mehr als die Hälfte (genauer gesagt 53,4 %) der Stuttgarter Eltern, deren Kinder im Jahr 2011 auf die Welt gekommen sind, haben sich dafür entschieden, dass ihr Kind neben dem Vornamen einen Zweitnamen tragen soll. Damit erfreuen sich die zusätzlichen Vornamen seit dem Tiefpunkt im Jahr 1974 (31,8 %) wieder einer steigenden Beliebtheit. Noch höher ist der Anteil der Personen mit Zweitnamen nur noch bei der vor dem Zweiten Weltkrieg geborenen Generation. In beinahe allen Geburtsjahrgängen ist außerdem festzustellen, dass Männer etwas häufiger einen Zweitnamen tragen als Frauen.
(Michael Haußmann in: Statistik und Informationsmanagement, Monatsheft 3/2012)

1920 war es normal, mindestens zwei Vornamen zu führen. Fast 70 % der damals geborenen Stuttgarter hatten einen Zweitnamen. Bis 1974 wurden immer weniger Zweitnamen vergeben, wobei es in den 1950er Jahren eine kurze Erholung des Abwärtstrends gab. Seit 1974 bekommen von Jahr zu Jahr wieder mehr Kinder einen zweiten Vornamen.

Stuttgarter mit Zweitnamen

Stuttgarter/-innen, die einen Zweit- oder Bindestrich-Doppelvornamen tragen (Grafik: Landeshauptstadt Stuttgart, Statistisches Amt)

Die zur Zeit am häufigsten vergebenen zweiten Vornamen der Stuttgarter sind (wie in fast ganz Deutschland auch) Alexander und Maximilian sowie Marie und Sophie.

Bindestrich-Doppelnamen sind und waren die Ausnahme, lediglich in den 1940er und 1950er Jahren gab es mit Namen wie Karl-Heinz, Hans-Peter, Hans-Jürgen und Hans-Joachim eine kleine Modewelle.

Autor:

Knud Bielefeld ist Vornamenhobbyist und erstellt Jahr für Jahr eine Auswertung der beliebtesten Vornamen Deutschlands.

7 Kommentare zu "Endlich bewiesen: Der Trend zum Zweitnamen"

  1. frauke sagt:

    Unsere Tochter hat auch zwei Vornamen, wobei uns beiden es vollkommend gereicht hätte, wenn es bei einem geblieben wäre. Da wir unsere Tochter aber adoptiert haben und vorab beschlossen haben, sollte das Kind einen Namen von der leiblichen Mama haben bleibt dieser als Zweitname stehen, hat sie nun 2 Namen, der 1. Name (ist auch Rufname) haben wir ausgesucht und der 2. Name hat die leibliche Mama gegeben.

    • katja sagt:

      die idee, die ihr da hattet finde ich ist eine sehr tolle idee! so bleibt eure tochter immer mit ihrer leiblichen mutter aber auch mit euch als ihren eltern verbunden! super gelöst!

      ps. meine tochter trägt auch einen doppelnamen, als widmung benannt nach meiner bereits verstorben oma

  2. ;-) sagt:

    Warum wird Marie uns Sophie,so oft als Zweitname vergeben?Haben früher viele Babys so geheissen?Da es ja oft wegen einer Oma,Uroma,Mutter so genannt wird.Weiss man die Statistick von damals?Frage an Knud

  3. ;-) sagt:

    Wieso braucht man in manchen Städten.Dörfern für einen Unisex Namen wie zb.Robin wenn man ihn für eien Jungen möchte einen Zweitnamen,da er bei und in Deutschland doch meist Männlich ist.Wie kann das sein das das so unterschiedlich ist.Wer bestimmt das? Und Warum? Frage an Knud

  4. ;-) sagt:

    Ist ja doof.Vor allem für die Eltern wo keinen Zweitnamen möchten.Andernfalls einen Namen nehmen wo kein Zweitname nötig ist.