Namensbezogenen Vorurteile der Lehrer
Unter der Schlagzeile “Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose” ging letztes Jahr eine Studie durch die Medien, die auch für Empörung sorgte. Jetzt hat Prof. Dr. Astrid Kaiser von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg die Ergebnisse einer weiteren Forschungsarbeit veröffentlicht, die das Thema namensbezogener Vorurteile der Lehrer vertieft.
In der neuen Studie haben Grundschullehrer Aufgabenlösungen von Schülern bewertet, die mit wechselnden Vornamen unterzeichnet waren. Dabei kam heraus, dass identische Lösungen tendenziell schlechter bewertet wurden, wenn ein negativer Jungenname darunter stand. Mit einem negativen Mädchennamen wurde die Antwort dagegen sogar besser bewertet als mit einem positiven Mädchennamen. Diese Studie zeigt nebenbei erschreckend deutlich, wie subjektiv die Benotung durch die Lehrer ist.
Als positive Namen wurden in der Untersuchung übrigens die Vornamen Alexander, Maximilian, Simon, Lukas, Jakob, Katarina, Hannah, Emma, Marie und Sophie verwendet. Neben dem inzwischen schon sprichwörtlichen Kevin zählte das Forscherteam Marvin, Maurice, Cedric, Jaqueline, Angelina, Vanessa, Chantal, Mandy und Celina zu den mit negativen Vorurteilen belasteten Vornamen. Nick und Leon gelten als neutral.
- Hintergrund: Bessere Noten für Maximilian und Charlotte?
- Foto von Sparbaby.de – Schnäppchen und Spartipps für Eltern
Siehe auch:
- Warum Lehrer Vorurteile gegen bestimmte Vornamen haben
- Vorurteile gegen Vornamen irischer Einwanderer
- Fürther Äpfel mit Nürnberger Birnen vergleichen
- Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose
- Babynamen der Woche 33/2009
- Absteiger 2011: Das war’s wohl, Justin und Jason
- Die beliebtesten Vornamen 2009 von der GfdS
Hm. Es scheint da ja auch eine seltsame Korrelation zu geben, daß meistens die Kinder mit den “verrücktesten” (sprich: ungebräuchlichsten/ausgedachten) Namen aus “ungebildeten” Elternhäusern kommen. Das ist auch oft daran zu erkennen, daß die armen Kinderchen fremdländische Namen bekommen, die ihre eigenen Eltern und Anverwandten nicht korrekt aussprechen können (z.B.: “Schak-ke-lie-ne” für Jacqueline).
Das soll natürlich nicht die LehrerInnen in Schutz nehmen, nur vielleicht darauf hindeuten, daß da nicht nur Vorurteile sondern auch mitunter Erfahrungswerte einfließen.
Und daß das dt. Schul- bzw. Benotungssystem hoch subjektiv ist, das sollte doch mittlerweile wohl allen klar sein.
Also ich hab das in der Grundschule auch oft erlebt das mir auch sätze wie “Kevin allein Zuhaus” u.a Dinge an den kopf geworfen wurden ^^
Danke für das gelungene Beispiel, Kevin!
Ach ja, Kommata und die Tatsache, dass es ein “das” mit einem s und ein “dass” mit zwei s gibt, machen durchaus Sinn…
oh mein gott, wie kann man nur so sein…
Wer so was nötig hat, ist keinen Deut besser.
Wolltest du uns allen mal beweisen wie gebildet du doch bist?
Falls es jemand noch nicht bemerkt hat: ELLI IST EINE GANZ SCHLAUE!! die kennt Kommas und das ss!!!!!!!!!!!
Super, dann sollte ich meine nächste Tochter auf jeden Fall “EllI” nennen, dann hat sie nicht mehr so viel zu lernen…;)
Was ist eigentlich mit “Angela”? Die hat´s zur Bundeskanzlerin geschafft, wobei ein Dr.Prof von und zu xy bestimmt nicht diesen Namen auf seiner Hitliste ganz oben stehen hat…
Ihr könnt auf die Aussage Ellis reagieren, wie ihr wollt. Sie hat trotzdem recht! Ist doch wirklich seltsam, daß gerade der Beitrag von einem Kevin wieder so vor Fehlern strotzt. Ich habe nichts gegen ihn persönlich. Aber sein Beitrag gibt der Studie wirklich recht. So und nun hackt auch auf mir rum. Als ob ihr dazu ein Recht hättet! Ihr nehmt euch dieses Recht auch einfach so heraus. Genau wie Elli bei Kevin.
Interessant ist noch zu erwähnen, daß beide Antworten auf Ellis Beitrag von einer Anni und einer Sanni kommen. Alles klar! Und die Dritte im Bunde heißt Jessi. Hat hier jemand vielleicht auch noch mal einen vernünfigten Namen? Vielleicht ist es genau das, was die Lehrer so aufregt!!!!
Ach und noch was:
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Sätze wie: “Da und da fehlt ein i” sind kleinlich und lächerlich und kommen nur von Annis und Sannis und Jessis. Auch solche Kleinigkeiten regen Lehrer auf!!
Marie hat vollkommen Recht (:
Meine Vorgängerin in der Schule hatte denselben Namen, wie ich und ist negativ aufgefallen. Mein Lehrer hat in mehreren Arbeiten Fehler entdeckt, die garkeine waren.
Das hat mich ziemlich aufgeregt.
also es ist halt echt leider so, dass viele nach ihren namen berwertet werden…das ist für die kinder sicher manchmal richtig unfair und scheiße aber ich finde da sind echt die eltern schuld! und ganz ehrlich: ich würde mien kind niiiiiiie kevin oder dustin oder jennifer oder so nennen, das macht ihm doch dan echt alles kaputt:(